Stephan Romhart über Technik, Kultur und Philosophie

Kultur · Technik

Robis Rescue – ein klassisches Point-and-Click-Adventure als Abschlussarbeit auf dem SAE-College

Stephan 0

Zusammen mit Simon Baka habe ich 2000 ein Point-and-Click-Adventure programmiert, gestaltet und umgesetzt. Als Plattform kam damals "Macromedia Director" mit der Skriptspache "Lingo" zum Einsatz. Wir haben damals noch in 640x480 bei 8-bit Farbtiefe produziert. Projektzeit waren circa sechs Wochen. In letzter Zeit haben wir immer wieder darüber nachgedacht, das Adventure per Crowdfunding umzusetzen.

Wir arbeiteten damals auf dem Mac unter MacOS 8.6. Mit dem damaligen DirectX 7 unter Windows 2000 gab es noch massenhaft Probleme bei der Soundansteuerung. Windows konnte noch keine Soundkanäle direkt mischen – Apple konnte das. Das war ein Problem.

DAMALS konnte man noch sagen, dass Multimedia nicht für Windows-Rechner geeignet ist.
Aber das ist ein anderes Thema. :-)

Robi trifft in der Stadtmitte auf einen "Jünger des Strudels".

Inventar und globale Variablen

Was uns einiges Kopfzerbrechen bereitete, war das Inventar. Wir hatten keinen Informatiker-Background. Daher beschlossen wir, das Spiel aus Performancegründen datenmäßig komplett in circa 15 globale Variablen zu packen.

Diverse Robi-Charaktere, gescannt.
Robi beim Apotheker
Robi bei Giovannis Cafe
Robi benötigt eine Ausweiskarte, um in den Club "Flash" eintreten zu dürfen

Lingo

Ich habe die Director-Skriptsprache "Lingo" von Anfang an nicht mögen. Vor allem lernten wir noch anfangs mit "Director 6.5" die Variante vor der Dot-Syntax. Beispiel gefällig?

set the text of member "robi" to "Hallo"

Mit "Director 7" kam dann anno 1998 zum Glück die Dot-Syntax:

member("robi").text = "Hallo"
Auszug aus gescanntem (!!!) Skript "Laufen"
Einer der zu findenden Energiesteine

Vielleicht schaffen wir es, "Robi" in einem emulierten MacOS 8.6 zum laufen zu bringen, dann gibt es hier noch ein kleines Let's Play. Leider ist das Virtualisieren von MacOS 8.6 kein einfaches Unterfangen :-)

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